Ratgeber · Stand August 2026
Einspeisen lohnt sich immer weniger.
Negative Strompreise, Solarspitzengesetz, OeMAG-Untergrenze: Die Regeln für PV-Überschuss ändern sich gerade grundlegend – in Deutschland und in Österreich. Hier ist der Überblick, und was du konkret tun kannst.
Deutschland
Nullvergütung bei Sonnenschein.
Für neue Anlagen bis 10 kWp gibt es bei Teileinspeisung aktuell rund 7,8 Cent je Kilowattstunde – Tendenz weiter fallend, die jüngste Absenkung ist zum 1. August in Kraft getreten.
Der eigentliche Bruch kommt aber vom Solarspitzengesetz: Neuanlagen ab 2 kWp mit Smart Meter bekommen in Stunden mit negativen Börsenstrompreisen gar keine Vergütung mehr. Und diese Stunden nehmen zu: 2024 waren es 457, 2025 schon 573 – genau dann, wenn deine Anlage am meisten produziert, ist der Strom an der Börse nichts wert. Die entgangenen Stunden werden zwar ans Ende des 20-Jahres-Zeitraums angehängt, Geld siehst du dafür aber erst in ferner Zukunft.
Der Ausblick verschärft das Bild: Für das geplante EEG 2027 wird diskutiert, die feste Vergütung für neue Anlagen unter 25 kWp ganz zu streichen, und ab 2029 stehen Netzentgelte für Einspeiser im Raum. Nichts davon ist final – aber die Richtung ist eindeutig.
Österreich
OeMAG auf der Untergrenze.
In Österreich ist der OeMAG-Einspeisetarif auf die gesetzliche Untergrenze gefallen – im Juni 2026 exakt 6,772 Cent je Kilowattstunde (60 % des Quartalsmarktpreises abzüglich Ausgleichsenergie). Ohne diese Schutzgrenze läge der Tarif noch tiefer, denn die Börsenpreise in den Sonnenstunden sind eingebrochen. Die Branche rechnet für 2026 mit bis zu 800 Negativpreis-Stunden.
Gleichzeitig kostet Netzstrom je nach Tarif und Netzgebiet rund 22 bis 30 Cent. Und weil Netzentgelte zunehmend nach Leistungsspitzen berechnet werden, wird es zusätzlich teurer, Energie unkontrolliert durchs Netz zu schieben.
Die wertvollste Kilowattstunde ist die, die dein Haus behält – rund drei- bis viermal so viel wert wie eine eingespeiste.

Handlungsspielraum
Deine drei Hebel.
Alle drei greifen ineinander – und alle drei laufen darauf hinaus, den Überschuss im Haus zu behalten, statt ihn fast unvergütet abzugeben.
Eigenverbrauch maximieren
Speicher, Warmwasser, E-Auto, Wärmepumpe – jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt, spart den teuren Netzbezug. Welcher Baustein wie viel bringt und wo jeder an seine Grenze kommt, steht im Vergleich.
Einspeisung nach Börsenpreis steuern
Wer nach Börsenpreis steuert, speist in Negativstunden nicht ein, sondern verschiebt Verbrauch genau dorthin. Dafür braucht es eine Steuerung, die Strompreis, PV-Produktion und Verbraucher zusammen denkt – von Hand ist das nicht zu machen. Für die Miner-Seite bringt die MINEOMATBOX diese Preislogik fertig mit.
Dem Rest-Überschuss einen Abnehmer geben
Wenn Speicher voll und Wasser heiß ist, bleibt an guten Tagen trotzdem Überschuss – genau der, für den es künftig kaum noch Geld gibt. Ein Bitcoin-Miner an einer PV-Miner-Steuerung nimmt diese Restmenge auf – so, wie du es eingestellt hast.
Wichtig bei Hebel drei: Überschuss wird nicht automatisch Bitcoin. Steht der Börsenpreis hoch genug, pausiert die Steuerung die Miner und speist ein. Die Regel setzt du, die Box führt sie aus. Ob sich das für deine Anlage rechnet, zeigt die Gegenrechnung im Ratgeber Bitcoin-Mining mit PV-Überschuss.

Die Steuerung dazu
Der Abnehmer für den Rest-Überschuss.
Ein steuerbarer Verbraucher für genau diesen Rest: Die MINEOMATBOX regelt deine Miner nach Überschuss, Börsenpreis und deinen Schwellen – lokal im Haus auf Home Assistant, ohne Cloud und ohne Abo.
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